Die Rehmühle
Die Rehmühle wurde 1598, mit herrschaftlicher Genehmigung, von Hans Kapp, Bürger und Grobschmied aus Vinningen erbaut.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Rehmühle zum ersten mal zerstört.
Im Jahre 1714 wurde die Mühle von Heinz Holz aus Oberdingen wieder aufgebaut. Bereits im Jahr 1719 verkaufte er die Mühle dem Bürger und Zimmermann Johannes Brigge aus Vinningen.
Da damals kein Fahrweg zur Rehmühle führte, holte er mit zwei Pferden die Frucht bei den Bauern der umliegenden Dörfer ab.
Darauf beschwerten sich die umliegenden Müller so dass ihm das Abholen der Frucht verboten wurde.
Auf seinen Einspruch in Buchsweiler wurde ihm das Abholen der Frucht in den Dörfern Vinningen, Kröppen, Pirmasens, Winzeln und Erlenbrunn wieder erlaubt.
Auf Grund der dadurch enstandenen Kosten konnte er die Mühle jedoch nicht mehr halten. Er verkaufte sie an Adam Helmstetter, Adlerwirt und Hofmetzger in Pirmasens
Am 29 April 1800 wütete ein fürchterliches Unwetter im Rehtal. Durch die Wassermassen und den Bruch des Dammes wurde die Rehmühle weggespült.
8 Menschen fanden dabei den Tod.
Im Jahre 1832 wurde die Rehmühle zum dritten mal wieder aufgebaut. Sie bestand damals aus einem Wohnhaus, einer Mühle mit zwei Gängen und Schälgang, Scheuer und Stallungen. Dazu gehörten 30 Morgen Ackerland, 32 Morgen Eichenwald und 20 Morgen vortrefflicher Wiesen.
Im Jahre 1855 ging die Mühle an Friedrich Schindler aus Alversheim. 1871 ersteigerte sein Bruder Konrad Schindler die Mühle.
Im Jahr 1926 wurde der Betrieb der Mühle eingestellt, da es sich nicht mehr lohnte.
Die weiteren Besitzer verlegten sich auf die Landwirtschaft und führten nebenbei eine Gastwirtschaft.
Heute wird die Mühle nur noch als Landgasthaus mit Speisen und Getränken betrieben.